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Gottesdienste

Bis auf Weiteres fallen die öffentlichen Gottedienste im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift aufgrund der aktuellen Gefährdungssituation aus. 


Impuls zu Ostern

Der Ruf: „Christ ist erstanden!“ ist der Osterruf der Christenheit. Er ist aber nicht auf Ostern beschränkt. Das ganze Jahr über brauchen wir die Botschaft von der Auferstehung. Gedanken über Ostern und die Auferstehung führen immer hin zu Gedanken über den Tod hinaus.

Hier in der österlichen Botschaft von der Auferstehung scheint Trost auf, wird Hoffnung auf ein neues Leben sichtbar.

Tag für Tag finden sich Menschen auf den Friedhöfen ein und begleiten liebe Menschen zu Grabe. Wie traurig, wir trostlos, wie düster wären solche Zusammenkünfte, wenn über den Gräbern nicht: „Christ ist erstanden!“ gesprochen, verkündigt, musiziert, gesungen, geglaubt und gebetet werden könnte.

Denn „Christ ist erstanden!“ ist ja keine Aussage, die man beliebig verändern und austauschen kann. In diesem kurzen Bekenntnis über Jesus Christus ist ja das Bekenntnis zu unserer eigenen Auferstehung inbegriffen.

Das ganze Jahr über ist der Tod gegenwärtig. Das wird uns gerade in der gegenwärtigen Situation schmerzlich bewusst. Überall steht das Kreuz Christi. – Überall stehen Kreuze als Zeichen des Todes. Aber nicht nur des Todes.

Die Tatsache, dass wir Kreuze aufrichten, beweist doch, dass wir um die Überwindung des Kreuzes – um die Überwindung des Todes wissen.

Der Anblick des Kreuzes – auf den Friedhöfen, in den Kirchen, auf den Berggipfeln an Wegen – fordert uns geradezu auf zu dem Lobpreis: „Christ ist erstanden!“

Das Kreuz ist einerseits das Ende, andererseits zugleich Anfang des neuen Lebens. Und sollte jemand meinen, Ostern sei so fern, der muss sich sagen lassen: Jeder Sonntag ist Ostertag! Der Sonntag erinnert an den ersten Tag der Woche, an dem Jesus Christus vom Tod zum Leben auferstanden ist. – Jeder Sonntag ist ein Ostertag. Ostern ist immer und überall. Ostern hat die Welt verändert und wird sie endlich ganz neu machen. Denn der, der den Tod überwand und zum Leben erstand, sagt: „Siehe, ich machen alles neu. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.“ (Offenbarung 21)

In dieser Freude lasst uns miteinander Ostern feiern: „Christ ist erstanden, Halleluja!“

Leo Hofmann, Rektor

St.Nikolaus-Hospital/Cusanusstift

Bernkastel-Kues


 

Impulse zu Palmsonntag und zur Karwoche

  • Der Ostersonntag – der Tag der Auferstehung Jesu Christi  - ist der Anbruch einer neuen Ära.

- Damals in Jerusalem ist am Ostersonntag der entscheidende Umbruch geschehen.

- Mit dem Palmsonntag beginnt die Woche, die zu diesem alles verändernden Ereignis geführt hat.

  • Der Palmsonntag hat seinen Namen von der Segnung der Palmzweige und der Prozession, in der die Gläubigen die grünen Zweige in den Händen halten als Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem.

- Ein triumphales Geschehen! Und was geschieht dann?

- Noch in derselben Woche wird sich die Volksmenge wieder versammeln.

  • Ob es die gleichen Menschen sind, die am Palmsonntag „Hosanna“ rufen und am Karfreitag „Kreuzige“ ihn?

- Man hat diesen Vergleich oft gezogen, um zu zeigen, wie wankelmütig Menschen sind.

- „Hosanna“ und „Kreuzige“ liegen sehr nah bei einander – auch in unseren Tagen.

  • Im Gottesdienst am Palmsonntag wird die Passion Jesu Christ vorgetragen.

-  Die Kirche erliegt nicht dem triumphalen Eindruck des Einzugs in Jerusalem. Sie erinnert in der Passionsgeschichte

    an das, was folgt

-  und schlägt die großen und bewegenden Themen von Leiden, Sterben und Auferstehung an, die wir in der

                   Karwoche bedenken.

  • Die Sprachforscher erklären, dass sich die Bezeichnung „Karwoche“ von dem Althochdeutschen „kara“ ableitet.

-  Das bedeutet: Trauer, Klage!

-  Es ist die Woche der Trauer um das Leiden und Sterben Jesu Christi.

-  Vielleicht ist diese Bezeichnung – auch wenn sie tief im Volksbewusstsein verankert ist – dennoch zu einseitig.

-  Schon seit dem 4.Jahrhundert nennen die lateinische und griechische Kirche dies Woche: „Heilige Woche“ oder

   „Große Woche“.

-  Diese Bezeichnung drückt am besten aus, worum es in dieser „Heiligen Woche“ geht:

  • Wir feiern das Geheimnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jeus Christi.

-  Werden wir uns durch die Mitfeier der Gottesdienste – wenn auch diesmal nur durch die Medien – in dieser

   „Heiligen – großen Woche“ bewusst, wie sehr Gott die Menschen liebt?

-  Oder werden wir desinteressiert abseits stehen und gleichgültig reagieren?

Wir sind gerade jetzt in dieser außergewöhnlichen Situation alle herzlich und inständig eingeladen zu den Gottesdiensten und Gebetszeiten der „Heiligen Woche.“

 

Leo Hofmann, Rektor

St.Nikolaus-Hospital/Cusanusstift

Bernkastel-Kues