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Nikolaus von Kues als Stifter

Nikolaus von Kues (1401-1464), Sproß einer aufstrebenden, wohlhabenden Bürgersfamilie, gehört zu den Großen des 15. Jahrhunderts.

In einer Zeit der Unsicherheit und des Umbruchs, trat der ehrgeizige Doktor des kanonischen Rechts vor allem als Akteur auf der kirchenpolitischen Bühne, als Konzilstheoretiker, als engagierter Streiter für die Einheit und Erneuerung der Kirche, als Kardinal, als Fürstbischof und päpstlicher Legat in Erscheinung. Als weltläufiger Diplomat bereiste er weite Teile Europas und verhandelte mit weltlichen und kirchlichen Machthabern.
Seine profunde Bildung und seine weitgespannten Interessen trugen ihm den Ruf eines Universalgelehrten ein.

Abb.: Nikolaus von Kues als Stifter

Die „Jagd nach der Weisheit“ war sein Lebenselixier.
Das Nachdenken über die Stellung des Menschen in der Welt, über die Bedeutung der Vielfalt der Weltdinge, die Beziehung Gottes zu seiner Schöpfung, die menschliche Erkenntnisfähigkeit trieb ihn zeit seines Lebens um.

Von seinem lebenslangen Suchen und Fragen geben seine zahlreichen Traktate beredtes Zeugnis. Seine Themenpalette reicht von Reformvorschlägen für Kirche und Reich über die Auseinandersetzung mit den Weltreligionen, mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Problemen bis zu philosophisch-theologischen Fragestellungen. Rund dreihundert erhaltene Predigten erweisen ihn überdies als gewissenhaften Seelsorger.

Als hochherziger Stifter bleibt Nikloaus vor allem an seinem Geburtsort in Erinnerung: hier gründete er 1458 das St. Nikolaus-Hospital.

Abb.: Bischofswappen des Nikolaus von Kues

 

Abb.links: Nikolaus von Kues beim Konzil von Basel Abb. rechts: Kardinalssiegel des Nikolaus von Kues