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Nikolaus von Kues und die Caritas - 

Ausstellung im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues

Dauer: Vom 25. Juli 2016 bis zum 09. April 2017

Auch wenn Nikolaus von Kues keine ausgearbeitete Theologie zur Caritas bzw. Nächstenliebe hinterlassen hat, so spielt sie dennoch eine wichtige Rolle im Leben des Kardinals, der mit der Stiftung des St. Nikolaus-Hospitals in Bernkastel-Kues sein größtes Werk der Barmherzig­keit vollbracht hat. In diesem Jahr, in dem der Trierer Caritas-Verband sein 100-jähriges Bestehen feiert und das von Papst Franziskus zum Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen wurde, möchte auch das Cusanusstift in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung in Trier mit der Hausausstellung „Nikolaus von Kues und die Caritas“ einen thematischen Beitrag hierzu leisten.

Anhand ausgesuchter Exponate aus dem Nachlass des Nikolaus von Kues und der Bibliothek des Cusanusstiftes soll zunächst ein grober Überblick über die Geschichte der Nächstenliebe von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert gegeben werden. Darüber hinaus steht die per­sönliche Haltung des Kardinals zur Caritas sowie die wechselvolle Geschichte des St. Niko­laus-Hospitals und seiner Bewohner im Zentrum der Ausstellung. Als Höhepunkt wird ein Holzmodell des Hospitalgrundrisses zu sehen sein, das den Bau des Stiftes vor den barocken An- und Umbauten des 18. Jahrhunderts zeigt und im vergangenen Jahr für die große Caritas-Ausstellung im erzbischöflichen Diözesanmuseum in Paderborn angefertigt wurde.

Die Ausstellung „Nikolaus von Kues und die Caritas“ kann auf Anfrage vom 25. Juli 2016 bis zum 09. April 2017 von Montag bis Freitag 09:00 – 12:00 Uhr im Gotischen Saal des St. Nikolaus-Hospitals in Bernkastel-Kues besichtigt werden.

Geschlossen: Vom 19. Dezember 2016 bis zum 8. Januar 2017 sowie vom 23. Februar bis zum 5. März 2017 

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Auch außerhalb der Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit, die Ausstellung im Rahmen einer gebuchten Führung zu sehen.

Nähere Informationen hierzu auf der Facebook-Seite unter:https://www.facebook.com/Cusanusstift/?fref=ts

Kooperationspartner 

                

Institut für Cusanus-Forschung 
an der Universität Trier und der 
Theologischen Fakultät Trier

 

 


Wanderausstellung

Der Krieg an der Mittelmosel und im Hunsrück 1734/35 -

280 Jahre Schlacht bei Klausen

Dauer: 7. Dezember 2015 - 20. März 2016 

 

Porträt des Trierer Weihbischofs Lothar Friedrich von Nalbach (1691–1748)

Original: Bernkastel-Kues: St. Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift; Inv. 25 (Foto: Marco Brösch / © St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift, Bernkastel-Kues)

Als erste Station nach der Premiere in Klausen wird die Wanderausstellung „Der Krieg an der Mittelmosel und im Hunsrück 1734/35 – 280 Jahre Schlacht bei Klausen“ vom 7. Dezember bis 20. März im St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues zu sehen sein.

Unabhängig von den Kampfhandlungen an der Salm wurde bereits 1734 die Mittelmosel in die kriegerischen Auseinandersetzungen des Polnischen Thronfolgekrieges hingezogen. Spätestens nach der Zerstörung der Grevenburg in Traben-Trarbach im Sommer 1734 kam Bernkastel-Kues eine besondere strategische Bedeutung zu, als die französische Armee hier zentrale Versorgungs- und Nachschublager einrichtete. Darüber hinaus wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt eine Pontonbrücke über die Mosel geschlagen, zu deren Überwachung das St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift befestigt und mit einer französischen Garnison versehen wurde. Zu dieser relativ unbekannten Episode in der Geschichte des Stiftes und der Stadt Bernkastel-Kues werden u. a. bislang noch nie gezeigte Exponate aus dem Hospitalsarchiv ausgestellt.

Die Wanderausstellung steht unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Joachim Mertes.

Die Wanderausstellung vom 7. Dezember bis 20. März 2016, jeweils von Montag bis Freitag von 09:00 – 12:00 Uhr zu besichtigen sowie an den folgenden Sonntagen von 14:00 - 18:00 Uhr

20. Dezember 2015, 24. Januar 2016, 21. Februar 2016 und 20. März 2016

Der Eintritt ist frei

Geschlossen: Vom 21. Dezember 2015 - 1. Januar 2016 sowie vom 5. - 12. Februar 2016. 

Weitere Informationen zur Ausstellung unter: www.klausen.de

Zur Wanderausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der ab sofort am Ausstellungsort sowie bei der Ortsgemeinde Klausen, Eberhardstr. 3, 54524 Klausen, E-Mail: Gemeindeverwaltung@klausen.de zum Preis von 12,50 Euro erhältlich. Versand für 3,- Euro möglich.

Organsisation: 

Projektgruppe ‚Schlacht bei Klausen‘, unter Beteiligung

des Freundeskreises der alten Klosterbibliothek der Augustiner-Chorherren in Klausen e.V., der Gemeinden Klausen, Sehlem, Esch und Rivenich und der Pfarrgemeinde Klausen,

unterstützt vom Landkreis Bernkastel-Wittlich und der Verbandsgemeinde Wittlich-Land

Dank an unsere Förderer und Sponsoren!

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Nikolaus von Kues
1464-2014

Drei Ausstellungen zum 550. Todestag im St. Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift, Bernkastel-Kues (Dezember 2013-Juli 2015)

Aus Anlass des 550. Todestages von Nikolaus von Kues veranstaltet das St. Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung in Trier von Dezember 2013 bis Juli 2015 drei Ausstellungen. Die Ausstellungen werden jeweils am letzten Wochenende eines jeden Monats, samstags von 11:00-15:00 und sonntags von 14:00-18:00 Uhr im St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues sowie am 10. August von 16:00-18:00 Uhr und am 11. August 2014 ganztägig von 10:00-18:00 Uhr zu sehen sein.

Der Eintritt ist frei. Über eine Spende für die Cusanus-Bibliothek würden wir uns sehr freuen.

 Nähere Informationen finden Sie auch im downloadbaren Flyer zu den Ausstellungen.

Weitere aktuelle Informationen rund um das St. Nikolaus-Hospital finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite unter: https://www.facebook.com/Cusanusstift 

Übersicht über alle Ausstellungstermine zum Vormerken:

2014: 10./11.08. (Jubliäumsfeierlichkeiten 550. Todestag);  30./31.08.;  27./28.09.;  25./26.10.;  29./30.11.;  05.12. (Nikolaus-Feier); 27./28.12.

2015: 24./25.01.; 21./22.02.; 28./29.03.; 25./26.04.; 30./31. 05;  27./28.06.; 25./26.07.

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Zu den einzelnen Ausstellungen:

I.  Von der Handschrift zum gedruckten Buch - Ausgewählte Werke der Cusanus-Bibliothek aus dem 15. und 16. Jahrhundert (Dezember 2013-Juli 2014)

II.  Das Erbe des Cusanus - Ausstellung zum 550. Todestag des Nikolaus von Kues (August 2014-November 2014)

III. Der Mensch als Kosmograph - kartographische  Werke aus dem Umfeld des Nikolaus von Kues und aus der Cusanus-Bibliothek (Dezember 2014-Juli 2015)

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Ausstellung I: Dezember 2013-Juli 2014

Von der Handschrift zum gedruckten Buch –
Ausgewählte Werke der Cusanus-Bibliothek aus dem 15. und 16. Jahrhundert


"Denn ein solches Kunstwerk ist das unserer Drucker und Letternschöpfer, dass man kaum von Erfin­dungen gleicher Bedeutung, weder von neuen noch von alten, unter den Menschen berichten kann. (…) Das ist auch der Grund dafür, dass die stets rühmenswerte und des Himmelreiches würdige Seele des Nikolaus von Kues, des Kardinals zu Sanct Peter ad Vincula, den heißen Wunsch hatte, dass diese heilige Kunst, die man damals in Deutschland entstehen sah, auch in Rom heimisch werde."

(Giovanni Andrea Bussi in der Vorrede der 1468 in Rom gedruckten ‚Briefe‘ des Hieronymus)

Abb.: Kupferstich des Johannes Gutenberg aus Les vrais pourtraits et vies des hommes illustres, Paris 1584, fol. 514r

Mit der Ausstellung "Von der Handschrift zum gedruckten Buch – Ausge­wählte Werke der Cusanus-Bibliothek aus dem 15. und 16. Jahrhundert", in der vor allem Frühdrucke aus den ersten beiden Jahrhunderten des Buchdrucks gezeigt werden, wird im St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues das bevorstehende Cusanus-Jubiläum 2014 zum 550. Todestages des Nikolaus von Kues eröffnet.

Zu den großen Zeitgenossen um Nikolaus von Kues (1401-1464) gehört auch der zum 'Mann des Jahrtausends' gekürte Johannes Gutenberg, der um 1450 in Mainz den Buchdruck mit be­weglichen Lettern erfand. Dabei existieren einige Indizien, die darauf hinweisen, dass Niko­laus von Kues mit Gutenbergs Erfindung vertraut war und sich gegen Ende seines Lebens für die Einführung des Buchdrucks in Italien einsetzte. In der ersten Ausstellung zum Jubiläumsjahr, die vom St. Nikolaus-Hospital in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-For­­schung in Trier organisiert wurde, soll der ungewöhnlichen Begegnung zwischen Kardinal und Drucker sowie der Entwicklung des Buchdrucks im 15. und 16. Jahrhundert nachgegan­gen werden.

Im Rahmen der ersten Ausstellung werden darüber hinaus die zwei wiederentdeckten deutsch­­­sprachigen Frühdrucke, d. h. das illustrierte Kräuterbuch 'Gart der Ge­sundheit' des Johannes Kaub von Wonnecke, das zwischen 1486 und 1497 in Basel gedruckt wurde, sowie die fünfte deutschsprachige Bibel vor der Bibelübersetzung von Martin Luther zwischen 1476 und 1478, ausgestellt. Diese wurden irrtümlich unter den Büchern des 16. Jahrhunderts der Cusanus-Bibliothek aufbewahrt und bei einer Inventur als Frühdrucke des 15. Jahrhunderts iden­ti­­fiziert. Zu den weiteren Glanzlichtern des Bibliotheksbestandes gehören – neben mehreren frühen gedruckten Ausgaben der Werke des Nikolaus von Kues – auch die "Schedelsche Weltchronik" von 1493 sowie das 'Catholicon' des Johan­nes Balbus, ein enzyklopädisches Wörter­buch, das mutmaßlich 1460 von Gutenberg in Mainz gedruckt wurde, und vermutlich noch aus dem Besitz des Kardinals selbst stammt. 

Karikatur auf Nikolaus von Kues in der Schrift des protestantischen Autors Johannes Kymeus „Des Babsts Hercules/ wider die Deudschen", Wittenberg: Georg Rhau, 1538 (Foto: Marco Brösch/ © St. Nikolaus-Hospital, Bernkastel-Kues)

 

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Ausstellung II: August 2014 - November 2014

Das Erbe des Cusanus – Ausstellung zum 550. Todestag des Nikolaus von Kues

Porträt des Nikolaus von Kues auf
dem Altar in der Kapelle des St. Nikolaus-
Hospitals von ca. 1460 (Foto: Erich Gutberlet/ © St. Nikolaus-Hospital, Bernkastel-Kues)

"Und diesem so von uns errichteten und gegründeten Hospitale wenden und eignen wir für den Unterhalt der Armen, der Dienstboten und der Priester mit gegenwärtiger Urkunde (…) alle liegende und fahrende Habe zu, welche wir durch Kauf oder anderswie gerechterweise erworben haben oder noch erwerben werden (…)."

(Nikolaus von Kues in der Stiftungsurkunde des St. Nikolaus-Hospitals vom 3. Dez. 1458)

Als Nikolaus von Kues am 11. August 1464 in Todi in Italien verstarb, hinterließ er sein gesamtes Hab und Gut dem St. Nikolaus-Hospital in Kues, das er zum Universalerben seines gesamten Vermögens machte. Noch heute ist das von Cusanus gestiftete Altenheim, das bis heute auf eine über 500jährige, ununterbrochene Tradition zurückblicken kann, der zentrale Gedenkort für den Kardinal und seine Familie. Die zweite Ausstellung widmet sich daher in erster Linie dieser Familienstiftung sowie dem geistigen und materiellen Erbe des großen Philosophen, Theologen und Kirchen­politikers von der Mosel. Anlässlich der zentralen Gedenkfeier am 10. August 2014 findet darüber hinaus eine besondere Präsentation statt, von der an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten werden soll.

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Ausstellung III: Dezember 2014 - Juli 2015

Der Mensch als Kosmograph – Kartographische Werke aus dem Umfeld des Nikolaus von Kues und aus der Cusanus-Bibliothek

gesponsort von der Weinkellerei Peter Mertes KG

"Wenn er schließlich in seiner Stadt eine Gesamtaufnahme der sinnenfälligen Welt fertig­gestellt hat, trägt er sie, um ihrer nicht verlustig zu gehen, in rechter Ordnung und in den entsprechenden Größenverhältnissen auf eine Karte ein." 

(Nikolaus von Kues, Compendium, Kapitel VIII, n.23)

In einer seiner letzten Schriften, dem 'Kompendium', aus dem Jahre 1463, beschreibt Niko­laus von Kues den Menschen als Kartenmacher, der in einer Stadt mit fünf Toren, den fünf mensch­lichen Sinnen, sitzt.  Durch diese Tore kommen Boten aus der ganzen Welt, die ihm Informa­tionen über den Himmel und die Erde zutragen, die er anschließend in eine Karte überträgt. Was hier zum Ausgangspunkt einer philosophischen Betrachtung wird, hatte für Cusanus auch eine reale Bedeutung, da er zeitlebens viel auf Reisen war und sich ebenso für Astronomie und Kartographie interessierte. Auf eine Vorlage des Cusanus geht u. a. evtl. eine Karte Mitteleuropas zurück, die 1491 in Eichstätt gedruckt wurde. In der abschließen­den Ausstellung sollen vor allem die kosmo­gra­phischen Interessen des Kardinals und seiner Nachfolger im Hospital nachgezeichnet werden.

Eine vollständige Edition und Übersetzung des 'Kompendiums' finden Sie hier auf den Seiten des Cusanus-Portals.

Astrolabium, Messing (ca. 1300) (Foto: Erich Gutberlet/ © St. Nikolaus-Hospital, Bernkastel-Kues)

 

Weitere Termine und Veranstaltungen rund um das Cusanus-Jubiläum 2014 finden Sie auf den Seiten des Mosel-Gäste-Zentrums Bernkastel-Kues, der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte e.V.,  und dem Institut für Cusanus-Forschung in Trier.

Kooperationspartner:

              

Institut für Cusanus-Forschung
an der Universität Trier und der
Theologischen Fakultät Trier

 

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