Logo: Cusanusstift, St. Nikolaus-Hospital

Die Bibliothek

In seinem Testament hat Nikolaus von Kues seiner Stiftung seine umfangreiche Handschriftenbibliothek überschrieben.
In ihr spiegelt sich der Interessenshorizont des großen Gelehrten, der Kanonisches Recht, Theologie und Philosophie studiert hat und sich darüber hinaus mit Mathematik und Physik, mit Astronomie und Medizin beschäftigte und historische Quellenstudien betrieb. Bis heute hütet das St. Nikolaus-Hospital diesen besonderen Schatz. Lediglich im 17. und 18. Jahrhundert sind größere Verluste zu beklagen, insgesamt rund 60 Bände, die heute in Brüssel und London liegen.

Die meisten der heute noch vorhandenen 314 Handschriften aus dem 9.-15. Jahrhundert enthalten Texte in lateinischer Sprache.

Abb.: Bibliotheksraum

Die große Mehrzahl sind schlichte Gebrauchshandschriften, Arbeitsexemplare, in denen zahlreiche eigenhändige Randnotizen des Cusanus Einblick in seine 'Denkwerkstatt' gewähren. Dennoch bezeugen eine Reihe illuminierter Handschriften seine Freude an bibliophilen Kostbarkeiten.

Abb.: Acta Concilii Basileensis

Der Handschriftenbestand ist in einem gedruckten Katalog erschlossen (Marx, Jakob: Verzeichnis der Handschriften des Hospitals zu Cues, Trier 1905, ND Frankfurt/M. 1966) und für wissenschaftliche Zwecke mikroverfilmt. Filmkopien sind über das Institut für Cusanus-Forschung in Trier erhältlich.

 

Die Bibliothek des St. Nikolaus-Hospitals ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB).

 

Abb. links: De docta ignorantia Abb. rechts: Aristoteles: Ethica